Wetter. „Alle bitte auf ihre Positionen. Und Action!“ hallte es über den Schulhof der Realschule in Wetter. Am zweiten Drehtag zum Film „Das geheime Zimmer“ ging es am Set ziemlich ruhig zu, obwohl die dicken Wolken dem Filmteam ein Strich durch die Rechnung machten. „Ein Kampf gegen die Wolken“, sagt Regisseur und Kameramann Daniel Hedfeld. Er und Rene Sydow, beide Dozenten an der Schwerter Ruhrakademie, drehen rund 22 Tage in Wetter einen Low-Budget-Film (für wenig Geld) in Zusammenarbeit mit der Lichtburg. Im Zuge der Local-Heros-Woche in Wetter wird dieser Film dann am 18. November gezeigt. „Man lernt durch den Film einige schöne Plätze von Wetter indirekt kennen. Wir wollen den Menschen zeigen, wie schön es hier ist“, erzählt Christian Müller- Espey von der Lichtburg. Drehorte sind beispielsweise der Kletterwald, das Naturbad am See oder Plätze in Wengern. Die Hauptdarsteller Lucas Brendle, Alexander Maßling , Maxim Kurze, alle 14 Jahre jung und Rhiannon Sleath(13) mussten viel Geduld mitbringen an ihrem zweiten Drehtag.
Eine Szene wurde mehrmals wiederholt. Und weil die Sonne sich immer wieder hinter Wolken versteckte, musste gewartet werden, bis sie wieder da war. „Wir brauchen ja immer das gleiche Wetter, wenn wir drehen“, so die Regisseure Rene Sydow und Daniel Hedfeld. Bis jetzt sind beide noch relativ entspannt und freuen sich auf die Arbeit. Sie arbeiten das erste mal mit Kindern und Jugendlichen zusammen. „Respekt an die Nachwuchsschauspieler. Sie haben Disziplin und Geduld. Alles läuft gut“, stellt Rene Sydow fest.
Geduld und Zeit haben
60 junge Menschen im Alter von 12-16 Jahren aus dem gesamten Ennepe-Ruhr Kreis werden vor und hinter der Kamera mitwirken. Nebenrollen werden mit Joachim Kappl, Kathrin Hildebrand und Heinz W. Krückeberg, die Anfang August in Wetter erwartet werden, besetzt. Das Team rund um die Lichtburg hat jetzt schon eins gelernt: „Man muss viel Zeit mitbringen und Geduld haben“, berichtet Christian Müller- Espey.In „Das geheime Zimmer“ geht es um Anna-Lena und Lutz die sich auf eine geheimnisvolle Spurensuche in die 40-er Jahre machen. Sie entdecken in dem Haus der verstorbenen Oma von Anna-Lena ein geheimes Zimmer, in dem offensichtlich jemand während des 2. Weltkriegs von der Oma versteckt wurde. Die Jugendlichen finden heraus, wie eng ihre Familiengeschichten miteinander verknüpft sind und lernen ihre erste Lektionen über Liebe, Eifersucht und Freundschaft.
19.07.2010, Patrizia Walaschek
